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Das weiland Besserwisserspiel lebte von den Teilnehmern und ihren Eingesandts, sein unverwechselbares Profil aber machten die Eckpfeiler der Besserwisserei aus, der Facman mit seiner geschliffenen redaktionellen Aufarbeitung, der Kunstdirektor mit seiner Novela, das Schmollfrolln mit den immer neu angesetzten Ansprachen aus Hamburg an Gott und die Welt und last but not least der Lürikmeister mit seinem ewig weisen Poesiealbum in bester Tradition von Ringelnatz, Morgenstern und Co.

Seine schrägen Ideen einer purzelbaumschlagenden Phantasie, sein worterfindender Witz, der um Ecken kommt, die es eben noch nicht gab, machten ihn zum Leuchtturm der Besserwisserei.

Wir betrauern einen weiteren unserer Helden und können seinen Tod nicht begreifen, denn dank Archiv und Schmollswinkel  ist er in seinen Texten gegenwärtig . Gleichwohl schwang außer im "letzten Geleite" z.B. im "Zippus zappzarapp" und im "Allgebeinbissen" ("Gebissgebein") wohl auch schon eine Art Auseinandersetzung mit dem Wissen um die eigene Endlichkeit mit...

Ich traf ihn niemals persönlich, habe ihn aber als Kopf und Mensch, wie er sich in seinen Texten darstellte, mit freundschaftlichem Respekt hoch ge- und verehrt. Nach dem Kunstdirektör ging nun auch der Lürikmeister, und ich stimme dem Herrn Facman zu, dass ein Besserwissertreffen nun erst recht keinen Sinn mehr hat.

Ich bin dankbar, dass ich eine Weile Teil der Gemeinde sein durfte, und denke gern und mit freundschaftlichen Gefühlen an die Zeit mit Euch zurück. Der Kunstdirektor, der Lürikmeister und das Besserwisserspiel: mögen sie in Frieden ruhen. -